Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine körperorientierte, manuelle Behandlungsform, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA aus der Osteopathie entwickelt hat. Sie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt. Die craniosacrale Therapie, wie sie heutzutage in Deutschland zumeist praktiziert wird, geht auf die Entdeckungen von John E. Upledger zurück.


Diese Flüssigkeit nährt, bewegt und schützt unser Nervensystem – vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum). Da der Craniosacrale Rhythmus sich über das Bindegewebe im ganzen Körper ausbreitet, ist er überall tastbar.

Durch die Craniosacrale Therapie lösen sich Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen; das Immunsystem erfährt eine Stärkung und die Vitalfunktionen stabilisieren sich.
Craniosacrale Therapie ermöglicht auf sanfte Weise eine Kontaktaufnahme mit den Hirn- und Rückenmarkshäuten, mit den Bewegungen des Liquors und dem Nervensystem. Andererseits natürlich auch mit den Knochen, Muskeln und dem Bindegewebe.

Nicht nur der Bereich zwischen Schädel und Kreuzbein, sondern der ganze Körper des Menschen befindet sich, bedingt durch den craniosacralen Rhythmus, in einer wellenförmigen Bewegung des Öffnens und Schließens. Wo das nicht so recht funktioniert, können therapeutisch durch bestimmte Handgriffe Korrekturimpulse gesetzt werden. Jedes Krankheitsbild und jede Energieblockade verursachen spezifische Abweichungsmuster von der rhythmischen Grundbewegung. Diese zu beheben ist Aufgabe craniosacraler Therapie.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Cranio-Sacralen Therapie beim Hund, ist die Entspannung des intercraniellen Membransystems. Als Membran gilt dabei unter anderem der Teil der Hirnhaut, der als eine feste bindegewebige Haut die beiden Großhirnhälften (rechts/links) voneinander trennt und das Großhirn vom Kleinhirn räumlich abgrenzt und so als Mittler zwischen den einzelnen Schädelknochen fungierend, gesehen wird.

Das bedeutet, daß es nicht um isolierte Korrekturen von bestimmten Beschwerden geht, sondern um die Auflösung von in den Körper eingeschriebenen physiologisch oder emotional bedingten Blockaden, um so das Tier wieder in sein energetisches Gleichgewicht zu bringen. Dies ist ein Ansatz, den die Craniosacraltherapie mit der chinesischen Medizin und mit anderen integrativen Körpertherapien gemeinsam hat. Die Behandlung ist sanft, einfühlsam und kommt meist mit minimalem Druck aus.